Gunther Grabe 2018

GUNTHER GRABE – »heiter bis bedeckt«

 

Malerei und Grafik

11.3.2018 – 13.5.2018

 

E

ine Ausstellung des in Bielefeld lebenden Künstlers Gunther Grabe. Er liebt die Natur und es ist seine Passion, die persönlichen Erlebnisse mit und in der Natur mit den Mitteln der Malerei zugänglich zu machen.

 

Polke und Dürer, Ölfarbe auf Ausstellungsplakat © Gunther Grabe

Polke und Dürer, Ölfarbe auf Ausstellungsplakat © Gunther Grabe

 

Bildwechsel, Ölfarbe auf Ausstellungsplakat © Gunther Grabe

Bildwechsel, Ölfarbe auf Ausstellungsplakat © Gunther Grabe

 

Gunther Grabe liebt die Natur – aber vielleicht würde er lieber sagen „das Draußen“. Es klingt weniger pompös, weniger ambitiös, unaufgeregter, lässiger sogar. Und damit kommen wir vielleicht auch seinen Bildern näher, die häufig Ausschnitte aus der Natur zeigen, die inspiriert sind von Wanderungen, von Fahrrad- oder Autotouren.

Und – er liebt auch die Menschen, die Wanderer und Flaneure, die Schauenden und die durch die Apparatur der Kamera Schauenden. So gegenwärtig, alltagsbezogen und vom anscheinend Nebensächlichen angezogen Grabes Landschaften auch seien mögen, sieht er sich doch auch als Teil einer Kette von künstlerischen Wahrnehmungen der Landschaft. Und vielleicht ist auch der Wanderer – heute als Rucksacktourist  und  physiognomisch dem Künstler durchaus unähnlich – ein Stellvertreter des Künstlers, als Schauender, Beobachtender, den Standort und die Perspektive Wechselnder, als Teil einer anderen Welt.

Der Maler und die leere weiße Leinwand: Diese Urszene der bildenden Kunst vermeidet Gunther Grabe in seiner  Serie der „Bildwechsel“ bewusst. Vielmehr nimmt er in seinen Bildern einen Dialog auf, einen Dialog mit der Kunstgeschichte – aber auch mit der Plakatgestaltung. Denn der Künstler übermalt Plakate von Ausstellungen, so zu „Meister des Licht – mit Joaquin Sorolla am Meer“. Doch statt lichtdurchfluteter Küstenlandschaft im Stil des französischen Impressionismus, für den der spanische Maler berühmt wurde, sehen wir hier eine Frau, mit ihrem Mobiltelefon fotografierend. Eine Entzauberung. Eine Heranführung aber auch einer Malerei des späten 19. Jahrhunderts hin in die Gegenwart mit ihrer Allgegenwart des „zweiten Blicks“. Aber ist hier wirklich eine Kritik am Handyismus gemeint? Nutzt die Frau ihr Handy nicht wie einen modernen Zeichenstift, wie ein Tagebuch, in das man heute eben nicht schreibt, sondern es in Bildern führt? Ist ihre Hingabe an die Landschaft, an das Meer, wirklich anders, oberflächlicher vielleicht, als die Maler früherer Jahrhunderte? Können wir das beurteilen? einen Dialog mit den Generationen, mit Malern und Fotografen, mit der Kunstgeschichte, einen „Bildwechsel“ startet Gunther Grabe in seiner Malerei und Zeichnung.

„Bildwechsel“,  ist auch der Titel dieser Serie, die von dem leisen, feinen Witz und von der Ironie geprägt ist, die Gunther Grabes gesamtes malerisches wie zeichnerisches Werk durchzieht.

Christiane Heuwinkel (Auszug Einführungsrede, 7. 5. 2017)

Impressionen

 

Grazien , Ölfarbe auf Ausstellungsplakat © Gunther Grabe

Die drei Grazien, Ölfarbe auf Ausstellungsplakat © Gunther Grabe

 

Bacon © Gunther Grabe

Mit Francis Bacon unterwegs, Ölfarbe auf Ausstellungsplakat © Gunther Grabe

 

Licht © Gunther Grabe

Meister des Lichts, Ölfarbe auf Ausstellungsplakat © Gunther Grabe

Exklusive Edition in limitierter Auflage

Zur Ausstellung im Herforder Kunstverein erscheint eine einmalige Edition des Künstlers. Nähere Informationen folgen später.