Matthäus Daniel Pöppelmann: Kupferstiche/Jochen Stücke: Dresden-Phantasien![]() |
||||
|
25. Februar 2012 bis 10. Juni 2012 Der Schöpfer des Zwingergartens, Matthäus Daniel Pöppelmann, ließ im Jahre 1729 eine Sammlung von Kupferstichen über das von ihm geschaffene Bauwerk herausgeben. Es besteht aus einem Erläuterungstext mit 22 Kupferstichen zum Zwinger und jeweils einem Stich vom Holländischen Palais und dem Großen Fass auf der Festung Königstein. Das Werk wurde in der Größe von etwa 68 x 49 Zentimetern als Mappe mit Einzelblättern hergestellt. Darin sind neben den verwirklichten Bauten und Grundrissen auch einige Abbildungen von geplanten Erweiterungen enthalten. Eine Ausgabe des Mappenwerks befindet sich im Besitz des Städtischen Museums der Stadt Herford und wird nach 1989 erstmals wieder in Herford gezeigt. Jochen Stücke beschäftigt sich in seiner Arbeit mit allen Aspekten der „Stadt als Idee“. Das bedeutet, dass er nicht im klassischen Sinne Veduten zeichnet, sondern sich mit den historischen, literarischen und künstlerischen Phänomenen des urbanen Raumes befasst. Sein zeichnerisches Verfahren betrachtet er selbst als Prinzip einer assoziativen und fiktionalen Verknüpfung. Dabei versucht er historische Festschreibungen zu hinterfragen und in neue Kontexte zu stellen, um herkömmlichen Betrachtungsweisen eine andere Art des Zugangs zu kulturellen Leistungen oder gesellschaftlichen Prozessen gegenüber zu stellen. Die Möglichkeit, in der Zeichnung die Chronologie der Ereignisse außer Kraft zu setzen und der faktischen Realität die Summe aus Wahrnehmung, Erinnerung und Kenntnis entgegen zu stellen, kann mehr über die Dinge gesagt, als die herkömmliche Beschäftigung mit historisch gesicherten Einzeldarstellungen. Wie schon mit dem „Pariser Album“ wird Stücke die Konstellation August der Starke – Pöppelmann – Permoser, die Barockarchitektur (Zwinger, Residenzschloss), die Gemälde in der Galerie Alte Meister und Neue Meister und nicht zuletzt die Kupferstichfolge Pöppelmanns über den Zwinger in der ihm eigenen Art und Weise zu seinen „Dresden-Phantasien“ verarbeiten. Presseberichte:
|