Tagesfahrt nach Bielefeld 2018

Eine Tagesfahrt

 

Bielefeld – Kunsthalle

„Der böse Expressionismus“

 

3. März 2018

 

A

m 03.03.2018 fand unsere Tagesfahrt nach Bielefeld statt, zur Ausstellung „Der böse Expressionismus“ und Besuch der Kirche St. Jodokus. Der Herforder Kunstverein hat sich schon seit seiner Gründung immer mit den Expressionisten befasst.

Die Kunsthalle Bielefeld zeigt die aus Presse und Medien bekannte Ausstellung „Der böse Expressionismus“. Dort hatten wir schon früher zahlreiche wichtige Werke des Expressionismus besichtigt. Die Expressionisten, einst skandalträchtige Außenseiter, sind heute allgemein gesellschaftsfähig, ihre Bilder Millionen wert. Ihre Werke werden leider oft als dekorativ verharmlost oder als verlässliche Geldanlage gesucht. Die Kunsthalle Bielefeld will dagegen an die damalige Brisanz der Bilder, ihre Gesellschaftskritik und die Utopien der Künstler erinnern. Dazu damals Herwarth Walden: „Wir wollen die Bürger nicht unterhalten, wir wollen ihr ernst-erhabenes Weltbild tückisch demolieren!“ Diese Seite des Expressionismus zu zeigen und mit der Gegenwart zu vergleichen, ist Ziel dieser Ausstellung, die sicherlich spannend für die Betrachter ist.

Expressionismus © Kunsthalle Bielefeld

Expressionismus © Kunsthalle Bielefeld

Wir begannen am Vormittag mit einer  Führung durch die Ausstellung. m Anschluss gibt es ca. eine Stunde Pause für Nachbetrachtungen oder eine Erfrischung im Museumscafe. Danach besuchen wir die nahe gelegene Kirche St. Jodokus (16. Jh.). Neben dem schönen spätgotischen Innenraum können wir mehrere Kunstwerke, insbes. die Kirchenfenster des Bielefelder Künstlers Wilhelm Heiner aus den 50er Jahren, besichtigen – dies schon als Vorgeschmack auf die Ausstellung des Kunstvereins im Herbst im Daniel-Pöppelmann-Haus. Da wir in der Mittagszeit dort sind, können wir die Farben der großen Südfenster gut betrachten.

„Expressionismus war eine Zeiterscheinung, keine Kunstmode“ (Otto Kokoschka).
So sind in der Ausstellung fast alle bedeutenden deutschen Expressionisten zu sehen: Max Beckmann, Otto Dix, Conrad Felixmüller, George Grosz, Erich Heckel, Jacoba van Heemskerk, Alexej von Jawlensky, Ernst Ludwig Kirchner, Oskar Kokoschka, Käthe Kollwitz, Else Lasker-Schüler, Wilhelm Lehmbruck, August Macke, Ludwig Meidner, Paula Modersohn-Becker, Otto Müller, Emil Nolde, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff, der Bielefelder Hermann Stenner, Marianne Werefkin, Gert H. Wolheim und weitere Künstler. Einige davon haben wir in Einzel- oder Gruppenausstellungen gesehen, nicht aber in dieser Vollständigkeit. Eindrucksvoll ist hier zu sehen, wie breit diese „Zeiterscheinung“ (Kokoschka) tatsächlich war. Zur Ausstellung gibt es einen bebilderten Katalog mit Beiträgen u.a.von der Kuratorin.

siehe auch → Kunsthalle Bielefeld

 

Reisebegleitung und Organisation durch Dr. Max Willebrand