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KLANG DER FRÖMMIGKEIT

 

Luthers musikalische Erben in Westfalen

08.07.2017 – 03.09.2017

 

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ine Ausstellung der Stadt Herford – Luthers musikalische Erben in Westfalen. Eine LWL-Wanderausstellung zum 500 jährigen Reformationsjubiläum.

Wer kennt ihn nicht – den Weihnachtsklassiker „Ihr Kinderlein kommet“? Die wenigsten wissen jedoch, dass er in der heute bekannten Form aus Gütersloh stammt. Westfalen verfügt über ein vielfältiges kirchenmusikalisches Erbe. Mit der Wanderausstellung „Klang der Frömmigkeit. Luthers musikalische Erben in Westfalen“ widmet sich der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Kooperation mit dem rock’n’popmuseum Gronau und mit Unterstützung der Evangelischen Kirche von Westfalen dem Einfluss der Reformation auf die Musik bis zur Gegenwart.

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Die Reformation verbreitete sich durch Musik. Für Martin Luther war sie Mittel der Verkündigung, Geschenk Gottes und Medizin gegen das Böse. Lieder gaben der Gemeinde eine Stimme – und zwar nicht in der Liturgiesprache Latein, sondern allgemein verständlich auf Deutsch. Luthers Choräle sind heute Gesangbuchklassiker. Auch die reformierte Tradition maß der Musik einen besonderen Wert bei.

Die Ausstellung begibt sich auf die Suche nach dem Sound der frohen Botschaft. Sie behandelt in fünf Kapiteln die Themen: Reformation und Musik in Westfalen, Singebewegung, Instrumente, politische Instrumentalisierung des Liedes und Popmusik. Sie vermittelt multimedial Einblicke in die Geschichte der deutschsprachigen Kirchenmusik. In Westfalen entwickelten sich besondere musikalische Traditionen, wie etwa die Posaunenchorbewegung in Ostwestfalen, das Gloriasingen in Soest, das Kantatefest in Herford oder die Musicals und Oratorien der Stiftung Creative Kirche in Witten. Zudem ist Westfalen eine bekannte Orgellandschaft. „Westfalia non cantat“ (Westfalen singt nicht“) heißt es gemeinhin. „Die Ausstellung verdeutlicht aber die vielfältigen Facetten der in der Reformation entstandenen und gelebten Musiktradition als Teil einer neuen, von aktiver Mitgestaltung geprägten Kultur“, betont die Ausstellungsmacherin Dr. Silke Eilers vom LWL-Museumsamt für Westfalen.

Froemmigkeit Links 2 Engel

Foto © Greta Schüttemeyer

 

Der Posaunenengel war ein Geschenk des Orgelbauers Friedrich Meier an das Städtische Museum Herford um 1882. Er stammte von einer alten Orgel in der Stephanskirche zu Vlotho von 1640. Daniel-Pöppelmann-Haus/Städtisches Museum Herford; Foto: Greta Schüttemeyer, LWL-Medienzentrum für Westfalen.

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Foto © Greta Schüttemeyer

 

„Neu-eingerichtetes Herfordisches Gesang-Buch“, Herford 1750. Kommunalarchiv Herford; Foto: Greta Schüttemeyer, LWL-Medienzentrum für Westfalen

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